
Einziger KOM: Die Walze. Großes Fragezeichen Reger Verkehr Umleitungsfahrt MVG L. 58 in Halver Die Einfahrt zu Schloss Neuenhof wird erneuert Anstehen für Anlieger |
Viel Wind ist derzeit um das geschehen im Bereich Lüdenscheid Ahelle. Denn der Ernstfall ist nun eingetreten, die Bauarbeiten mit Sperrung der Straße sind im vollen Gange. Dementsprechend Chaotisch ist das Treiben der Linien 58, 59 und 134. Während sich teilweise am gestrigen Dienstag den 06.04. die Verspätungen, zu weiteren enormen Verspätungen addierten, ging es heute ein wenig beruhigter weiter. Die Busse hatten fast alle ihren Baustellenfahrplan (Ja! Es gibt tatsächlich einen, dazu später) einhalten können, und auch die Fahrer waren heute um einiges Entspannter da sich langsam alles "einlebt". Die Dauer der Vollsperrung kann derzeit noch niemand richtig äußern, eine Meldung behauptet die Sperrung seie nur diese Woche bis 10.04., die anderen behaupten gar weitere drei Wochen und einige äußern sich vorsichtshalber gar nicht zu dem Thema. Wir waren vor ort, und versuchen nun ein bisschen Licht ins dunkle zu bringen und die wenigen Fakten und die riesige Menge an Gerüchte zu ordnen.
Es ist Frühling, die ersten Krokusse sprießen, die Vögel fangen wieder an zu Singen, aber nicht nur die Vögel singen wieder ihre Lieder, auch die schweren Baumaschinen welche sich an diesem Tag über die lange gerade zwischen der ARAL Tankstelle nahe Eininghausen und dem Autohaus Noelle in Oberbrügge schleppen, scheinen im Rythmus zu tuten um die anderen Arbeiter zu dirigieren. Eine ungewöhnliche Stille vor allem Abends liegt in der Luft im Volmetal, denn der Großteil des Verkehrs wird komplett über die Höhenstraße (Linie 84) geleitet, und nur selten verirrt sich ein Auto runter in das Tal. Es ist der erste Tag der Vollsperrung Lüdenscheid-Ahelle. Das Bergstadtbus Team konnte es sich nicht nehmen, um sich selbst ein Bild von der Baumaßnahme zu machen. Direkt an der Kreuzung, der Tankstelle kündigt sich die Baustelle groß an, an dieser Kreuzung geht es von nun an Tage, oder gar Wochenlang nur noch nach Rechts für die Fahrzeuge aus Brügge kommend. Die gesamte "Geradeaus-Spur" wurde für den Verkehr gesperrt. Eine recht kleine Bake mit dem Straße gesperrt Verkehrszeichen steht unmittelbar nach der Kreuzung. Das kleine Schildchen "Anlieger frei", werden die Verantwortlichen wohl bitter bereuhen. Denn viele Verkehrsteilnehmer scheinen dieses Schild als Freikarte für die weiterfahrt zu nutzen, komischerweise muss das recht kleine Örtchen Ahelle, einen spontanen explosionsartigen Anwuchs an Anliegern bekommen zu haben, Schätzungweise jedes fünfte Auto ignoriert die Sperrung und versucht sein Glück quer durch die Baustelle. Aufgrund der oft in Frage gestellten Tatsache ob hier eine Vollsperrung von Nöten war bzw. der extrem langen Umleitungsstrecke von 12 km für ca. 800m ist das aber sicherlich Verständlich, gerade wenn man unmittelbar nach der Baustelle wohnt. Während unseres Besuches am Ort des Geschehens, konnten wir zwei Polizeistreifen beobachten welche ein nicht ungefährliches Manöver machten, und sich mitten auf der Straße unberührt vom regen Verkehr absprachen. Das Auge des Gesetzes zeigt also Präsenz, wahrscheinlich aber nur als Abschreckungsmaßnahme, denn eine echte Kontrolle hat bis jetzt noch nicht stattgefunden. Aber auch auf der eigentlichen Baustelle herrscht ein reges Treiben. Hier und da arbeiten ein paar Bauarbeiten an ein paar Randsteinen, und irgendwo in der Mitte der Straße fährt eine mittelgroße Asphaltfräse und geht durch den alten Belag wie ein Messer durch Butter. Viele Menschen sieht man nicht, aber dennoch: Die Baufirma "Dr. Fink Stauf" scheint ihr Handwerk zu verstehen, denn sie sind wirklich schnell. Wenige Stunden nach Beginn der Sperrung bei unseren Besuch, war bereits auf der kompletten Strecke auf beiden Richtungen die erste Schicht abgefräst. Einen Tag später Abends, ist bereits stellenweise die erste Schicht des neuen Belages sichtbar. Ratlosigkeit bei den Bürgern und Fahrgästen rund um den BusDie Meldungen erschlagen sich derzeit was die tatsächliche Dauer der Baustelle angeht. Zunächst startete die Baustelle mit einer Woche Verspätung. Die Ursprüngliche Dauer, der Maßnahme wurde mit ca. 3 Wochen beziffert. Zwei davon in den Ferien. Das dieser Plan nicht haltbar ist, bestätigt sich dadurch das die Baustelle mit reichlicher Verspätung gestartet wurde (der Grund dafür ist uns unbekannt) und sich nun ggf. auf die Schulzeit auswirken wird. Wie lange die Baustelle nun tatsächlich erstrecken wird ist unklar, die MVG hat bis jetzt dazu noch keine Stellung genommen, wahrscheinlich aus dem Grunde weil alle Quellen sich widersprechen. Auf den Fahrplänen wurde ein großes Fragezeichen ausgeschrieben (siehe Foto). Aber keine Vermutung ohne Gegenstimmen, die Busverkehr Ruhr-Sieg welche eine Mischkonzession mit der MVG auf den Linie 58 / 59 hält (bzw. die Linie 134 komplett bedient), hat schnell und gut reagiert. Baustellenfahrpläne sind auf der Homepage der BRS abrufbar. Leider sind diese Informationen sehr versteckt, und kaum ein ansässiger Bürger scheint sie auf den ersten Blick zu finden. Interessant ist vor allem die Meldung der BRS, die Baustelle würde zum 10.04. enden, was bei dem derzeitigen Fortschritt durchaus möglich ist. Sehr interessant für die Businteressierten ist die Tatsache, das alle BRS-Fahrzeuge der Linie 59 ausschliesslich von Kierspe nur bis Halver verkehren, und andersrum. Das heisst die BRS-Fahrten der Linie 59 von Sauerfeld ZOB ENTFALLEN und durch Linie 134 von Lüdenscheid ersetzt werden wo ein Umstieg in Halver stattfindet! Wir werden die Situation weiterhin beobachten und euch auf dem laufenden halten. |